Interview mit Jessica Stockmann | Gala Magazin

"Today it has to be a private spa".

 

From actress to real estate entrepreneur: Jessica Stockmann reveals why dream homes have become a matter of the heart for her.

 

When she cruises along the Côte d'Azur in a convertible with her two daughters, it's pure freedom. But at the same time it's work: Jessica Stockmann, 55, who once made a name for herself as an actress and presenter, is now successful in the real estate business and always on the lookout for interesting properties. Today, the ex of tennis legend Michael Stich, 53, lives alternately in Monaco and Hamburg. She talks to GALA about luxury homes in real life and in reality shows - and about real values that she wants to pass on to her daughters.

 

GALA: How can we imagine your job exactly?

 

Jessica Stockmann: It all starts with me looking for properties in prime locations that are in need of renovation. Over the last 20 years, I've become a bit of a truffle pig. (laughs) As soon as I've found what I'm looking for, the planning starts, then the renovation - and finally the furnishing. I've just found a new property in Berlin that I'm really looking forward to.

 

Your daughter Nisha recently joined your company.

 

Yes, she studied interior design and now accompanies the creative process, taking care of everything to do with design. I focus on financing and property management.

 

Where do you find the furniture and home accessories you use to furnish the houses?

 

My daughters and I love to travel, and we look for special pieces at antique fairs and flea markets. For example, we found a great barber chair in New York, an antique mirror in Venice and Lalique vases in Antwerp. Luckily, we almost always have the same taste. Beforehand, Nisha creates a mood board so we know what we're looking for.

 

Reality series like "Selling Sunset," which focus on luxury real estate, are currently enjoying huge success. Why do you think that is?

 

Because the viewer feels like he's getting a glimpse into the life of high society. They are taken on tours and have a supposedly exclusive view through the keyhole. That has a high entertainment value. You also get good ideas about what your own dream home could look like.

 

How much do such shows have to do with reality?

 

Not much. Reality looks very different in the top league of the super-rich, but we'll probably never get to see that on TV. I can hardly imagine that Elon Musk, Jeff Bezos or Bill Gates would have filming done at their homes, let alone the Albrecht, Kühne or Quandt families in Germany.

 

You own a dream house on the Côte d'Azur, which you also rent out. What was important to you?

 

That you can see the sea from every room. That's how you get up in a good mood. As for the furnishings, it's a mix of designer furniture and art deco antiques. Each piece tells its own story.

 

Off-the-peg villas are probably not your thing?

 

No, I'm always looking for something special - that rare jewel that I can awaken from its slumber.

 

How has luxury changed over the years?

 

Must-haves these days are no longer walk-in closets , but XL dressing rooms that look like posh boutiques. Or wine cellars like in a starred restaurant. Even having your own sauna is no longer enough; today it has to be a private spa.

 

How did you grow up yourself?

 

I lived with my parents in London, Rotterdam, Athens and France, sometimes in houses and sometimes in apartments. How big the house was was never important to me as a child, the main thing was that the family was together and we had fun. My parents were great hosts, the house was always full of guests. It's the same with me and my daughters now. As long as I get to have my family and my favorite people around me, I am privileged and grateful. That, to me, is luxury.

 

How did you convey to your daughters that growing up in a mansion is not normal?

 

Nicita and Nisha are now 17 and 22, they help out everywhere, have to take care of their laundry and bathroom alone, for example. They also used to help when they had to pack their toys in boxes because we rented out our house in France in the summer.

 

You worked as an actress for a long time. Do you sometimes miss that today?

 

No, because I'm now a producer, director and actress all in one - but not in film, but in my real estate. I have created new stages for myself with my construction sites, which I direct. The most important thing is that I'm not controlled by others, but make my own decisions. And what can I say? I love it!

 

BY HILI INGENHOVEN

04/30/2022, 08:55 A.M.

 

"Heute muss es ein privater Spa sein"

 

 Von der Schauspielerin zur Immobilien-Unternehmerin: Jessica Stockmann verrät, warum Traumhäuser für sie zur Herzenssache geworden sind.

 

Wenn sie mit ihren beiden Töchtern im Cabrio an der Côte d'Azur entlang cruist, ist das Freiheit pur. Gleichzeitig aber auch Arbeit: Jessica Stockmann, 55, die sich einst als Schauspielerin und Moderatorin einen Namen machte, ist mittlerweile in der Immobilienbranche erfolgreich und immer auf der Suche nach interessanten Objekten. Heute lebt die Ex von Tennislegende Michael Stich, 53, abwechselnd in Monaco und Hamburg. Mit GALA spricht sie über Luxushäuser im wahren Leben und in Reality-Shows – und über echte Werte, die sie ihren Töchtern vermitteln will.

 

GALA: Wie können wir uns Ihren Job genau vorstellen?

 

Jessica Stockmann: Alles fängt damit an, dass ich Immobilien in Top-Lagen suche, die sanierungsbedürftig sind. Da bin ich in den letzten 20 Jahren ein kleines Trüffelschweinchen geworden. (lacht) Sobald ich fündig geworden bin, geht die Planung los, dann die Sanierung – und zum Schluss die Einrichtung. Gerade habe ich in Berlin ein neues Objekt gefunden, auf das ich mich schon sehr freue.

 

Ihre Tochter Nisha arbeitet seit Kurzem in Ihrer Firma mit.

 

Ja, sie hat Interior Design studiert und begleitet jetzt den kreativen Prozess, kümmert sich um alles, was mit Design zu tun hat. Ich konzentriere mich auf die Finanzierung und die Verwaltung der Immobilien.

Wo finden Sie die Möbel und Wohn-Accessoires, mit denen Sie die Häuser einrichten?

 

Meine Töchter und ich lieben es zu reisen, und wir suchen auf Antikmessen und Flohmärkten nach besonderen Stücken. Wir haben zum Beispiel einen tollen Friseurstuhl in New York gefunden, einen antiken Spiegel in Venedig und Lalique-Vasen in Antwerpen. Zum Glück haben wir fast immer denselben Geschmack. Vorab erstellt Nisha ein Moodboard, damit wir wissen, wonach wir suchen.

 

Reality-Serien wie "Selling Sunset", in denen es um Luxus-Immobilien geht, feiern derzeit riesige Erfolge. Was glauben Sie, warum das so ist?

 

Weil der Zuschauer das Gefühl hat, einen Einblick in das Leben der High Society zu bekommen. Er wird mit auf Besichtigungen genommen und hat einen vermeintlich exklusiven Blick durchs Schlüsselloch. Das hat einen hohen Unterhaltungswert. Außerdem bekommt man gute Ideen, wie das eigene Traumhaus aussehen könnte.

 

Wie viel haben solche Shows mit der Realität zu tun?

 

Nicht viel. Die Realität sieht in der obersten Liga der Superreichen ganz anders aus, aber das werden wir im TV wohl nie zu sehen bekommen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Elon Musk, Jeff Bezos oder Bill Gates bei sich zu Hause drehen lassen würden, geschweige denn in Deutschland die Familien Albrecht, Kühne oder Quandt.

Sie besitzen ein Traumhaus an der Côte d'Azur, das Sie auch vermieten. Was war Ihnen da wichtig?

 

Dass man von jedem Zimmer aus aufs Meer schauen kann. So steht man schon mit guter Laune auf. Was die Einrichtung betrifft, ist es ein Mix aus Designermöbeln und Art-déco-Antiquitäten. Jedes Stück erzählt seine eigene Geschichte.

 

Villen von der Stange sind vermutlich nicht Ihr Ding?

 

Nein, ich suche immer das Besondere – das seltene Juwel, das ich aus dem Dornröschenschlaf erwecken kann.

 

Wie hat sich Luxus über die Jahre verändert?

 

Must-haves sind heutzutage nicht mehr begehbare Kleiderschränke , sondern XL-Kleiderzimmer, die aussehen wie Nobelboutiquen. Oder Weinkeller wie in einem Sterne-Restaurant. Auch eine eigene Sauna reicht nicht mehr, es muss heute ein privater Spa sein.

 

Wie sind Sie selber aufgewachsen?

 

Ich habe mit meinen Eltern in London, Rotterdam, Athen und Frankreich gelebt, mal in Häusern und mal in Wohnungen. Wie groß das Haus war, war mir als Kind nie wichtig, Hauptsache die Familie war zusammen und wir hatten Spaß. Meine Eltern waren großartige Gastgeber, das Haus war immer voller Gäste. So ist das jetzt auch bei mir und meinen Töchtern. Solange ich meine Familie und meine Lieblingsmenschen um mich haben darf, bin ich privilegiert und dankbar. Das ist für mich Luxus.

 

Wie haben Sie Ihren Töchtern vermittelt, dass es nicht normal ist, in einer Villa aufzuwachsen?

 

Nicita und Nisha sind inzwischen 17 und 22, sie helfen überall mit, müssen sich zum Beispiel um ihre Wäsche und ihr Bad alleine kümmern. Sie haben auch früher geholfen, wenn sie ihre Spielsachen in Kartons packen mussten, weil wir unser Haus in Frankreich im Sommer vermietet haben.

 

Sie haben lange als Schauspielerin gearbeitet. Fehlt Ihnen das heute manchmal?

 

Nein, weil ich inzwischen Produzentin, Regisseurin und Darstellerin in einem bin – aber eben nicht beim Film, sondern bei meinen Immobilien. Ich habe mir mit meinen Baustellen neue Bühnen geschaffen, bei denen ich Regie führe. Das Wichtigste: Ich bin nicht fremdbestimmt, sondern entscheide allein. Und was soll ich sagen? Ich liebe es!

 

VON HILI INGENHOVEN

30.04.2022, 08:55 UHR

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